Die ESA ist weltweit führend in der Erdbeobachtung aus dem Weltraum und setzt Satelliten und neuartige Techniken ein, um "den Puls des Planeten zu fühlen".

Die ESA ist mit ihrem Erdbeobachtungsprogramm ein Hauptakteur innerhalb der internationalen Gemeinschaft, und leistet damit wesentliche Unterstützung der die Klimawissenschaft und -überwachung. Die ESA-Satelliten liefern den globalen Überblick und ermöglichen es der Wissenschaftsgemeinschaft, Anzeichen von Veränderungen zu erkennen, bedeutende Trends zu identifizieren und Randbedingungen für Klimamodelle zu bestimmen.

Von ihrem einzigartigen Blickwinkel aus liefern Satelliten Schlüsselinformationen zum Verständnis der Komplexität unseres Planeten und zur Überwachung von Umweltaspekten. Die Bewältigung des Klimawandels ist ein zentraler Bestandteil der Arbeit des Erdbeobachtungsprogramms der ESA: zur Vorhersage künftiger Veränderungen, zur Unterstützung einer wirksamen Politikgestaltung, zur Befähigung der internationalen Gemeinschaft, eine nachhaltigere und widerstandsfähigere Zukunft aufzubauen, und zur Bewältigung der Folgen einer sich verändernden Welt.

Durch ihre Rolle als wichtiger Anbieter systematischer und globaler Klimabeobachtungen interagiert die ESA mit einer Reihe internationaler Organisationen, die sich für die Stärkung des wissenschaftlichen Verständnisses und der Projektion des Klimas sowie für die Bewältigung der Folgen künftiger Veränderungen einsetzen.

Klimarelevante Beobachtungen werden von einer großen Anzahl von Satelliten geliefert, die von der ESA entwickelt und betrieben werden:

Earth Explorers – Förderung des Wissens über Erde und Klima

Die Earth-Explorer-Satellitenmissionen stehen an der Spitze der Technologie. Mit neuen Techniken liefern diese Demonstrationsmissionen Antworten auf drängende Fragen. Sie tragen dazu bei, unsere wissenschaftlichen Kenntnisse über die Prozesse im Erdsystem und ihre Wechselwirkungen zu vertiefen. So liefern beispielsweise CryoSat, SMOS und Aeolus neue Erkenntnisse über das Verhalten der Kryosphäre, der Bodenfeuchte und des Salzgehalts der Ozeane sowie der atmosphärischen Zirkulation.

Copernicus Sentinels – Unterstützung von Umweltentscheidungen

Im Rahmen des Copernikus-Programms und in Zusammenarbeit mit der Europäischen Union entwickelt die ESA die wachsende Konstellation der Sentinel-Satelliten. Diese neue Generation von Satelliten bietet Kontinuität für genaue und zeitnahe Informationen zur Verbesserung des Umweltmanagements, zur Unterstützung des Verständnisses und der Eindämmung der Auswirkungen des Klimawandels und zum Schutz des Alltagslebens.

Genaue, langfristige Beobachtungen sind für ein besseres Verständnis unseres sich wandelnden Klimasystems unerlässlich. Die ESA-Initiative zum Klimawandel führt die in Europa archivierten Erdbeobachtungsdaten zusammen. Neben den Daten der Sentinel Satelliten beinhaltet dies zusätzlich Daten von internationalen Partnern, die in über fünf Jahrzehnte gesammelt wurden, um langfristige, globale Klimaaufzeichnungen für die wichtigsten Aspekte des Klimas zu erstellen. Diese empirischen Beobachtungen liefern die Evidenz für die jüngste Entwicklung des Erdsystems. Sie tragen dazu bei, das wissenschaftliche Verständnis voranzubringen und letztendlich das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen, ebenso wie den Internationalen Ausschuss für Klimaänderungen, also die für Klimapolitik und Planungsprozesse zuständigen Organisationen, zu unterstützen.

Der Beitrag des ESA-Erdbeobachtungsprogramms zur Klimaforschung stellt dabei einen Ansatz in den Mittelpunkt, ein besseres Verständnis der Prozesse des gesamten Erdsystems, einschließlich seines Wasser-, Energie- und Kohlenstoffkreislaufs, zu erlangen.

Darüber hinaus bietet es einen schnellen Datenzugriff, der es z.B. Katastrophenhelfern ermöglicht, auf Überschwemmungen und Brände zu reagieren. So trägt das ESA Programm zum Aufbau einer widerstandsfähigen und nachhaltigen Gesellschaft und einer prosperierenden Wirtschaft bei. Mit dem „Phi-Lab“ steht die ESA auch an der Spitze der Bemühungen, die künftige Entwicklung der Erdbeobachtung zu beschleunigen, Weltraumforscherinnen und -forscher und Unternehmen in die Lage zu versetzen, große Datenmengen zu nutzen und bahnbrechende Technologien einzuführen und zu nutzen.